Neuer Steampunk-Roman: Worldshaker
Diesen Sommer erscheint vom Autor Richard Harland im Verlagshaus Jacoby & Stuart mit “Worldshaker” ein neuer Steampunk-Roman in deutscher Sprache. Da deutsche Veröffentlichungen in diesem Genre leider noch immer ein viel zu seltenes Ereignis sind, will ich darauf etwas genauer eingehen.
Richard Harland ist gebürtiger Engländer, lebt aber seit 40 Jahren in New South Wales, Australien. Er ist freier Schriftsteller für Fantasy- und SF-Geschichten. Die Idee zu seinem neuen Buch “Worldshaker” kam ihm vor ca. 15 Jahren in einem Traum, in dem er “durch einen Spalt im Boden fiel, vorbei an endlosen Stockwerken voller Maschinen, Rohren und unglaublich enger Wohnquartiere [...]“. Aus dieser Vision hat er dann über die Jahre hinweg die Details seiner Romanwelt entwickelt.
Doch worum geht es in Worldshaker? Hierzu zitiere ich mal aus dem Blog zu Worldshaker:
Der Juggernaut Worldshaker, das Weltschiff des britischen Königreichs unter Queen Victoria II., durchquert Kontinente und Ozeane im Wettstreit mit den Juggernauts der anderen Großmächte. Seine Rollen werden angetrieben von der elementaren Kraft des Dampfes, der aus riesigen Dampfkesseln kommt.
Ein mobiler Staat, riesig wie ein Berg, ein Koloss, ein mechanisches Ungetüm. Der Worldshaker beherbergt eine Gesellschaft, die klar in Oben und Unten eingeteilt ist. Oben lebt die britische Elite mit ihrem Gesinde, unten hausen die »Dreckigen«, die mit ihrer Arbeit dafür sorgen, dass der Worldshaker immer weiter über Wasser und Land fährt.
Der 16-jährige Col Porpentine, der glaubt, alles über die Dreckigen auf den unteren Decks zu wissen, ist dazu bestimmt, seinem Großvater als Oberbefehlshaber zu folgen. Doch dann stürzt Riff in sein Zimmer, stürzt in sein Leben. Sie ist eine Dreckige auf der Flucht – und ja: Sie kann sprechen, sie ist klug, sie beeindruckt ihn. Sie bringt sein Weltbild zum Wanken, so wie die Welt draußen unter dem Worldshaker wankt.
Ein Kuss verändert ihr Leben. Ihre Liebe verändert die Welt. Das Gespenst der Revolution geht um …
Dazu gibt es auch noch ein kleines Video:
Es scheint sich also um einen Jugendroman im Steampunk-Milieu zu handeln, das Motive von Charles Dickens, sowie Fritz Langs “Metropolis” aufgreift, vielleicht auch mit einem Schuss “Propellerinsel” von Jules Verne. Eine ausführlichere Bewertung des Inhalts folgt, sobald ich das Buch gelesen habe.
Abschließend sei noch erwähnt, dass es zu dem Buch ein Gewinnspiel gibt. Dazu muss man nur drei Fragen beantworten, deren Lösungen im Blog versteckt sind. Als Gewinn winkt eine Ausgabe des Buches noch vor der offiziellen Veröffentlichung. Ich wünsche viel Spaß beim knobeln!
am 8. Juni 2010 um 23:03 Uhr.
Sehr interessant. Du hast wirklich recht, wenn Du schreibst, das es kaum deutschsprachige Literatur zu Steampunk gibt. Der Band wird auf jeden Fall auf meine Wunschliste wandern.