Künstliche Marsmonde

Ich berichtete vor einiger Zeit über neue Erkenntnisse bezüglich des Marsmondes Phobos. Inzwischen hat die ESA neue Daten veröffentlicht, die darauf hindeuten, dass Phobos aufgrund der geringen Dichte wohl wirklich sehr porös ist. Die Verschwörungsapologeten wussten natürlich nichts anderes zu tun, als sich darauf zu stürzen und die Daten für ihre eigenen Zwecke zu mißbrauchen (Ludmila Carone von den ScienceBlogs hat darüber einen sehr lesenswerten Artikel geschrieben) … und da dachte ich mir: „Hey, was Hoagland kann, das kann ich auch!“

Und tatsächlich, ich habe das erwähnte Material wieder gefunden! Es war in dem Rollenspiel-Hintergrundband „GURPS Mars“ (Seite 46). Es ist nur ein kurzer Abschnitt, weswegen er damals unter meinem Radar durchrutschte (und ich zudem nur im Abschnitt über die Marsmonde weiter vorne im Band suchte). Doch man kann daraus durchaus etwas machen. Ich fasse die Infos mal zusammen:

Der Mars ist mit einer maximalen scheinbaren Helligkeit von -2,91m ein sehr helles Objekt am Nachthimmel und der Menschheit daher schon seit tausenden von Jahren bekannt. Doch das gilt nicht für seine beiden Monde Phobos und Deimos. Diese sind verglichen mit dem Mond der Erde winzige Felsbrocken mit nur wenigen Kilometern Durchmesser und so lichtschwach, dass sie nur mit guten Teleskopen gesehen werden können. Daher wurden sie auch erst im Jahre 1877 von dem US-amerikanischen Astronomen Asaph Hall entdeckt. Und jetzt kommen die lustigen Spekulationen und schrägen Fakten ins Spiel!

Mars wurde vor 1877 schon gut 300 Jahre mit Teleskopen beobachtet. Wieso sah in all der Zeit niemand die Monde? Der Russische Autor F. Zigel schlug folgende Erklärung vor: „Weil sie vor 1877 nicht existierten! Sie sind künstlich!“ Dabei ist Phobos in einer sehr tiefen Umlaufbahn, ähnlich der Internationalen Raumstation und Deimos ist nahe am synchronen Orbit und somit gut als Verteidigungsplattform oder Wetterkontrollstation geeignet. Die geringe Dichte der Monde könnte zudem auf große Hohlräume hindeuten.

Noch merkwürdiger wird die Meldung des New Yorker Astronomen Henry Draper, der ebenfalls 1877 verkündete, einen dritten Mond entdeckt zu haben, der sich jedoch nicht entsprechend der Kepplerschen Gesetze bewege. Der Mond wurde später nicht mehr gesehen und als Fehlbeobachtung abgetan. Aber ein Raumschiff mit eigenem Antrieb würde sich nicht nach den Kepplerschen Gesetzen bewegen und könnte auch verschwinden.

Marskanäle, gigantische Steingesichter und Pyramiden in Cydonia – wieso nicht auch künstliche Monde? Für eine Steampunk-Rollenspielrunde bietet das genug Material für viele spannende Abende und eine ordentliche Portion Sense-of-Wonder.

Klarstellung

Das ist natürlich alles Mumpitz und hat mit der wissenschaftlichen Realität nichts zu tun. Es ist ausschließlich dazu gedacht, Plots für Steampunk- oder SF-Geschichten zu liefern, die in alternativen Realitäten spielen.

2 Kommentare zu “Künstliche Marsmonde”

  1. RoySnyder

    Finde ich eine tolle Idee……Genau das mache ich auch….Lese was und mache was drauß …….

  2. RoySnyder

    Als die Masianer merkten das ihre Welt untergehen würde bauten sie zwei Rettungssatelieten Phobos und Deimos einen mit Schlafkammern den Anderen um ihr Wissen zu retten…….

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