Preußisches Tabletop von 1812

Der Spiegel stellt heute in einem Artikel ein frühes Tabletop-Spiel des preußischen Kriegs- und Domänenraths Leopold George Baron von Reiswitz vor, das ab 1824 sogar für die Ausbildung junger Preußischer Offiziere empfohlen wurde. Leider gibt der Artikel selbst bis auf ein paar nette Bilder kaum etwas substanzielles her. Man erfährt gerade einmal dass der Spieltisch in Schloss Charlottenburg zu sehen ist und vermutlich eines der ersten modularen, gerasterten Spielbretter aufwies. Das „Taktische Kriegs Spiel“ kam bereits mit einer 60 Seiten starken Anleitung daher und hatte zahlreiche modellierte, viereckige Landschaftselemente, die auf dem Spieltisch schließlich zum Schlachtfeld zusammen gesetzt wurden. Es gab dort unter anderem bereits Wiesen, Flüsse, Berge, Hügel, Wälder und Siedlungen wie wir sie auch von aktuellen Tabletopspielen kennen, sowie Einheitenmarker, Transportschiffe und – natürlich (!) – Würfel.

In dem Artikel ist auch das PDF des Historikers Philipp Hilgers verlinkt, das sich detaillierter mit diesem Spiel und seiner Entstehungsgeschichte beschäftigt und auch weitere Bilder enthält. Leider lädt der Schreibstil des Autors nicht unbedingt zum lesen ein, ein Makel den in Deutschland viel zu viele akademische Arbeiten aufweisen. Man sollte eigentlich annehmen, dass ein Autor auch gelesen werden will?!

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