Neues zu Cthulhu by Gaslight

Matthias am 1. März 2010 um 13:58

Fantastische Neuigkeiten: Cthulhu by Gaslight ist NICHT tot. Nicht einmal untot. Es sind gleich mehrere Produkte und Neuauflagen geplant!
Da der Daniel vom Cthulhu-Blog das alles bereits schön zusammen gefasst hat, verweise ich daher auf seinen Artikel.

20.000 Meilen unter dem Meer – The Next Generation

Matthias am 27. Februar 2010 um 18:36

Der Spiegel berichtet heute über ein faszinierendes Projekt des bekannten französischen Architekten Jacques Rougerie: den Sea Orbiter (Wikipedia). Eine gut 50 Meter hohe Wissenschaftsstation, die ab 2012 teils unter, teils über Wasser die Weltmeere bereisen soll und mich irgendwie an das Mutterschiff aus dem Computerspiel Homeworld (Wikipedia) erinnert.

Konzeptionell wirkt das ganze wie eine Mischung aus Jules Vernes Nautilus und der Propellerinsel. Wenn man die SciFi-Optik durch Steampunk-Elemente ersetzt, mag das ganze eine gute Anregung für eine eigene maritime Rollenspielkampagne abgeben.

Die anderen Architekturentwürfe und deren Visualisierungen auf Rougeries Homepage sind übrigens auch einen genaueren Blick wert!

Hier noch ein kleiner Werbefilm zum Sea Orbiter:

Cthuloide Welten – Bühnenmagier in den 1890ern

Matthias am 27. Februar 2010 um 15:57

Cover Cthuloide Welten 18Die kommende Ausgabe Nr. 18 des deutschen Cthulhu-Hausmagazins Cthuloiden Welten enthält einen Artikel über Bühnenmagier in den 1890ern und 1920ern. Da das Cthulhu by Gaslight Setting sonst leider sehr stiefmütterlich behandelt wird, ist jedes veröffentlichte Material ein Grund zur Freude!

Die Thematik der Bühnenmagie im Fin de siècle hat dem Steampunk-Rollenspieler durchaus einiges zu bieten wie man an den Filmen Prestige und The Illusionist sehr schön sehen kann: Charismatische Charaktere, atemberaubende Vorstellungen, begeistertes Publikum, Rivalitäten unter Magiern, merkwürdige Apparaturen, hübsche Assistentinnen und nicht zuletzt eine Aura des Mysteriösen und Mystischen.

Zitat aus der Vorankündigung:

Magie ist keine Zauberei (Bühnenmagier in den 1890ern und 1920ern)
Daniel Neugebauer macht uns mit der Bühnenmagie vertraut, ihren Anfängen, ihrer großen Zeit in den 1890ern und 1920ern, verrät uns die klassischen Tricks und Kunststücke, mit denen die Magier damals ihr Publikum verzauberten, stellt die wichtigsten Vertreter ihrer Zunft vor, und präsentiert mehrere Abenteuerideen. Außerdem finden sich die spieltechnischen Werte für den Beruf des Bühnenmagiers.

132 Seiten, Softcover, 9,95 Euro. Erscheint im März/April 2010.

In dem Magazin Challenge 63 erschien zudem das Space 1889 Abenteuer “Magical Mystery Tour”, in dem die Künste eines Bühnenmagiers dazu dienen sollten, um aufständische Marsianer und deren Schamanen zu beeindrucken.

Phobos: Mond oder Raumstation?

Matthias am 23. Februar 2010 um 23:13

Astrodicticum Simplex hat einen interessanten Beitrag über den Marsmond Phobos zu bieten:

Aufgrund der kleiner werdenden Umlaufbahn des Zwergmondes gab es früher die These, der Mond sei hohl und/oder künstlich. Später wurden jedoch die Gezeitenkräfte als Verursacher der Drift erkannt.

Der hohle/künstliche Mond Phobos ist übrigens ein beliebtes Motiv in diversen SF- und Steampunk-Geschichten und kann daher gut als Grundlage für interessante Spielrunden dienen. So ist z. B. für das Rollenspiel “Space 1889″ das Gruselabenteuer “Moon of Madness” erschienen (in “Challenge 65″), in dem eine Rettungsexpedition nach dem Verbleib eines Forscherteams sucht, das den Mond erkunden wollte. Dabei machen sie eine sehr überraschende Entdeckung…

Ich bin mir sicher, dass es da noch mehr Hinweise/Material zu diesem Thema gab, aber es will mir im Moment einfach nicht einfallen, wo ich das gesehen habe. Sollte sich das ändern werde ich den Artikel aktualisieren. :-)

Günstige und kostenlose PDFs zu Space 1889

Matthias am 22. Februar 2010 um 11:48

Die Meldung ist schon etwas älter, aber ich habe sie hier noch nicht gebracht: Bei DriveThruRPG.com gibt es die alte Version des Space 1889 Abenteuers “Canal Priests of Mars” als kostenloses PDF (leider nur gescanntes PDF, keine Volltextsuche).

Auch die Preise der übrigen Space 1889 Produkte wurden stark gesenkt. Wer sich schon immer einmal dieses Steampunk-Rollenspiel ansehen wollte, kann jetzt günstig zugreifen.

Verwandter Artikel: The Complete Canal Priests of Mars

(via Clockworker)

SteamPunk Kurzfilm von 1924

Matthias am 22. Februar 2010 um 11:09

Der Kurzfilm des französischen Regisseurs Gaston Quiribet zeigt einen Erfinder und seine neueste Schöpfung: Ein Gerät das bestimmte Schwingungen im Äther verstärkt und so einen Blick in die Zukunft ermöglicht. Es werden einige liebevoll gemachten Zukunftsvisionen von London gezeigt, z. B. die Tower Bridge, das Parlament mit “Zeppelin-Anlegestelle”, Trafalgar Square usw.
Unbedingt bis zum Ende anschauen.

(youtube-Link via cthulhu-forum.de)

TV-Tipp: Heute Fritz Langs Metropolis auf arte

Matthias am 12. Februar 2010 um 01:45

Heute Abend gibt es auf arte ab 20:15 Uhr ein besonderes Schmankerl: Einen Themenabend zum Filmklassiker Metropolis von Fritz Lang. Das Besondere hierbei ist: Es handelt sich um die Uraufführung der neu restaurierten Version mit ca. 30 Minuten zusätzlichen, verloren geglaubten Szenen, die erst 2008 in Buenos Aires wieder entdeckt wurden.
Ein absolutes Muss für alle Fans dieses Meisterwerkes.

Weitere Infos: Metropolis in der Wikipedia

Filmkritik: Sherlock Holmes

Matthias am 5. Februar 2010 um 15:23

So! Wider besseren Wissens habe ich es getan: Ich habe mir Guy Ritchies Neuauflage von “Sherlock Holmes” angesehen, damit ich fundiert mitreden kann. Nur, was soll ich dazu sagen? Das ist gar nicht so einfach, da der Film sehr stark polarisiert. Ja, das tun viele Filme, ich weiß. Aber er ist ein besonders extremer Vertreter dieser Spezies.

Über den Inhalt will ich hier nicht viel sagen, das dürfte den meisten schon aus dem Trailer bekannt sein. Ein böser, schwarzmagischer Kultist ermordet mehrere Leute, kehrt von den Toten zurück und strebt nach der Macht. Holmes und Watson versuchen, dem ein Ende zu bereiten.

Der Film ist handwerklich gut gemacht, spannend erzählt und die Ausstattung (Kulisse und Kostüme) ist ein wahrer Augenschmaus, was insbesondere dem viktorianischen London zugute kommt. Auch der Steampunk-Aspekt wird gegen Ende hin mit einer wundersam aussehenden Maschine gestreift.

Der anspruchslose Zuschauer bekommt einen sehr modernen Hollywood Blockbuster nach bewährtem Strickmuster mit viel Action, rasanten Kamerafahrten, Explosionen, harten Kämpfen und recht ansehnlichem Staraufgebot.
Wer keine nennenswerten Kenntnisse über die Sherlock Holmes Geschichten oder die Epoche hat und auf Einheitsbrei Popcorn-Kino steht wird genau das bekommen und sich sicherlich auch gut unterhalten.

Soweit so gut.

Wer jedoch schon die ein oder andere Holmes-Geschichte gelesen oder zumindest ein paar Folgen der britischen Fernsehserie mit Jeremy Brett gesehen hat, wird das Kino höchst angewidert verlassen, denn der Film hat eigentlich nur noch die Namen der Protagonisten und ein paar wenige Charakterzüge mit der literarischen Vorlage gemein. Hier wurde Stil und Klasse des Originals brutal auf dem Altar des Kommerz geopfert um daraus einen höchst mittelmäßigen Film zu produzieren, der aber – und da bin ich mir leider recht sicher – seine Kosten gut einspielen und den Großteil des Publikums begeistern wird.

Leider bestätigten sich alle Vermutungen, die ich damals nach dem Trailer hatte als zutreffend. Die Rollen wurden allesamt schlecht gecastet, zumindest wenn man auf Authentizität Wert legt.

Robert Downey Jr. ist zwar bemüht, Holmes als Sonderling darzustellen, aber es gelingt ihm nur ansatzweise, die Tiefe dieser Figur zu beleuchten. Und was sollen bitteschön diese ständigen Action-Prügeleinlagen? Und Ninja-Holmes? Ich bitte Euch! Das geht komplett in die Hose! Holmes ist ein Mann des Geistes, nicht der Gewalt.

Watson sieht eher wie ein Straßenpolizist in seinen Dreißigern aus, denn ein gealterter Militärarzt Anfang Fünfzig. Und in den Geschichten prügelt er sich auch nicht ständig. Gelegentlich hat er einen Revolver dabei, aber das war es dann auch schon größtenteils.

Mark Strong wirkt als Erzbösewicht Lord Blackwood so klischeehaft überzogen, dass er besser in einen Superheldenfilm gepasst hätte, bzw. sogar Lord Voldemort wie ein naives Pfadfindermädchen aussehen lässt. Peinlich und unglaubwürdig!

Rachel McAdams spielt als Irene Adler die weibliche Nebenrolle. Sie ist zwar durchaus hübsch anzusehen, spielt Irene jedoch als billiges, lüsternes Flittchen statt als “Die Frau” – wie Holmes sie immer bewundernd nannte. Er war von ihr hauptsächlich intellektuell angetan, weniger körperlich. Ihr Verhalten im Film geziemt sich nicht für eine Lady ihres Standes in dieser Epoche und ist verglichen mit der Romanvorlage “A Scandal in Bohemia” eine glatte Themenverfehlung.

Generell sind alle Figuren sehr epochenuntypisch dargestellt. Mr. Ritchie ist scheinbar der Auffassung, dass Stil, Anstand und gutes Benehmen nicht mehr zeitgemäß sind oder gar das heutige Publikum überfordern.
Und was bitteschön soll die ganze Action und die Explosionen? Wenn ich einen Actionfilm sehen will, gehe ich in James Bond, Demolition Man oder Star Wars, aber nicht in Sherlock Holmes!
Statt diesen wunderbaren Stoff so zu vergewaltigen hätte er besser eine Fortsetzung zu Snatch drehen sollen, der Stoff liegt ihm deutlich besser.

Fazit

Wer auf anspruchsloses Popcornkino steht und nie eine Holmes-Geschichte gelesen hat bekommt zwei Stunden durchschnittliche Unterhaltung.
Wer hier eine auch nur ansatzweise werksgetreue Verfilmung des Stoffes und der Figuren von Sir Arthur Conan Doyle erwartet wird bitter enttäuscht und sollte lieber auf den einzig wahren Sherlock Holmes zurück greifen: Jeremy Brett.
Eine Fortsetzung zu Sherlock Holmes ist bereits in Planung. Ich werde mir dieses Machwerk aber definitiv nicht mehr ansehen.

Cthulhus Ruf: Sir Arthur Conan Doyle, der Detektiv

Matthias am 29. Januar 2010 um 23:50

Nebenan bei cthulhu.de gibt es einen interessanten Artikel über eine BBC-Produktion zu den realen detektivischen Qualitäten des Sherlock Holmes Autors Sir Arthur Conan Doyle.
Vielen ist Doyle nur als Schriftsteller bekannt, doch er hat auch durchaus die Holmesche Arbeitsweise auf reale Kriminalfälle angewendet und so manchen unschuldig Beschuldigten Gerechtigkeit gebracht. Sehr sehenswert!

Anime: War of the Worlds Goliath

Matthias am 25. Januar 2010 um 01:31

Es ist ja schon etwas länger bekannt, dass an einem Anime-Remake des Krieg der Welten Stoffes gearbeitet wird. Aber jetzt gibt es endlich die ersten bewegten Bilder – und die hauen einen wirklich um!
Zur Story: 15 Jahre nach den Ereignissen aus “Krieg der Welten” nähert sich erneut eine marsianische Invasionsarmee der Erde, doch diesmal sind wir besser vorbereitet, denn wir haben die alten, besiegten Dreibeiner ausgeschlachtet, und uns die Technologie des Feindes angeeignet! Diesmal haben wir unsere eigenen, dampfbetriebenen Kampfläufer! Inklusive Hitzestrahlen! Und 300m große Zeppelin-Flugzeugträger!
Der Film hat wirklich alles im Repertoire, was einen Steampunk-Film richtig gut machen kann. Eine wilde Mischung aus Steampunk, erster Weltkrieg, 30er Jahre und SF. Unbedingt den Trailer ansehen! Jetzt sofort!

Trailer und behind the scenes findet Ihr auf der offiziellen Homepage.

Ich freue mich jedenfalls auf die hoffentlich baldige Veröffentlichung. Auf der Homepage steht zumindest “early 2010″. :)